Tramnetzentwicklung Basel

Basel wächst – sowohl die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner nimmt zu als auch jene der Menschen, die täglich zur Arbeit nach Basel pendeln. Der Ausbau und die Stärkung des Tramnetzes sind daher unumgänglich.

Darum braucht es die Tramnetzentwicklung

Neue Streckenabschnitte im Tramnetz erlauben es, die neuen Wohn- und Arbeitsgebiete mit dem Stadtzentrum und den Bahnhöfen zu verbinden. Weiter ermöglicht der Tramnetzausbau schnellere Verbindungen von den Quartieren und umliegenden Gemeinden ins Basler Stadtzentrum. Der Ausbau sorgt für mehr Flexibilität im Netz und entlastet die heute stark befahrene Achse Barfüsserplatz – Marktplatz – Mittlere Brücke vom Tramverkehr. Die Trams werden schneller und zuverlässiger, die Fahrgäste profitieren von einem attraktiven ÖV-Netz mit mehr Direktverbindungen, kürzeren Reisezeiten und somit höherem Reisekomfort. Zudem ermöglicht der Ausbau des Tramnetzes eine umwelt- und stadtgerechte Mobilität. Pendler erhalten attraktive Alternativen zum Auto, was die Strassen entlastet.

Liniennetzplanung und Traminfrastrukturplanung – was ist was?

Welche Tramverbindungen braucht Basel, damit alle möglichst schnell und zuverlässig von A nach B gelangen? Diese Frage treibt die Tramnetzplanung in Basel voran. Ziel ist es, die neuen Wohn- und Arbeitsgebiete mit dem Stadtzentrum und den Bahnhöfen zu verbinden und schnellere Verbindungen von den Quartieren und umliegenden Gemeinden ins Basler Stadtzentrum zu ermöglichen. Neue Tramlinien können teilweise über bestehende Schienen fahren, an verschiedenen Orten braucht es aber neue Streckenabschnitte, die in Etappen realisiert werden. So wird das Tramnetz Schritt für Schritt ausgebaut und vervollständigt. Liniennetz- und Traminfrastrukturplanung gehen daher Hand in Hand. Da zahlreiche Tramlinien Kantons- und Landesgrenzen überschreiten, arbeiten bei der Liniennetzplanung die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die Transportunternehmen und die umliegenden Gebietskörperschaften in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich eng zusammen. Zudem werden diese Planungen mit der Bahnplanung abgestimmt. Der Ausbau der Traminfrastruktur fällt in die Zuständigkeit der jeweiligen Gebietskörperschaften – hier gilt das Territorialitätsprinzip.

Vorgeschichte

Um das Tramnetz in der Region Basel für die Zukunft fit zu machen, haben Basel-Stadt und Basel-Landschaft 2012 eine gemeinsame strategische Planung durchgeführt. Der Studienauftrag Tramnetz 2020 zeigt auf, wie das Tramnetz in der Region Basel dannzumal aussehen könnte. Ziel war und ist ein attraktives, leistungsfähiges und wirtschaftliches Tramnetz als Rückgrat des Stadtverkehrs im Kern der Agglomeration Basel. Die Projektierung und der Bau der neuen Tramstrecken erfolgen nach Abklärung ihrer Zweckmässigkeit und technischen Machbarkeit. Im September 2012 hat der Grosse Rat basierend auf dem Studienauftrag Tramnetz 2020 den Plan über den Ausbau des Tramstreckennetzes im Kanton Basel Stadt genehmigt.

Im Dezember 2015 hat der Grosse Rat ein zweites Mal über die Tramnetzentwicklung  von Basel befunden. Dabei hat er den Plan über den Ausbau des Tramstreckennetzes von 2012 bestätigt und in der aktualisierten Form genehmigt. Dieser Plan basierte auf den künftigen Ausbauetappen Tram, die der Regierungsrat im Juli 2015 beschlossen hatte.

Aktuell: Zweiter Bericht zur Tramnetzentwicklung

Mit seinem zweiten Bericht zur Tramnetzentwicklung informiert der Regierungsrat den Grossen Rat über den aktuellen Stand der Planungen und die anstehenden Ausbau-Etappen in Basel-Stadt. Drei Infrastrukturbausteine sind vordringlich: die neuen Streckenabschnitte ins Klybeck, durch den Claragraben und durch den Petersgraben. Eine Inbetriebnahme wird ab 2026 und 2027 angestrebt.

Für die drei vordringlichen Tramprojekte in Basel wurde die Machbarkeit bereits nachgewiesen. Der Regierungsrat will deshalb nun die nächste Planungsphase auslösen und das Bau- und Verkehrsdepartement mit den Vorprojekten beauftragen. Zudem hat der Regierungsrat das Bau- und Verkehrsdepartement beauftragt, Vorstudien zu weiteren Tramprojekten auszuarbeiten, unter anderem für das Tram 30 auf Grossbasler Seite.

Auch in der stadtnahen Agglomeration sind umfassende Entwicklungen zu erwarten – namentlich in Zusammenhang mit Salina Raurica, dem Polyfeld und der Siedlungsentwicklung im Allschwiler Letten-Quartier und im Quartier Bachgraben. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sehen eine Tramerschliessung dieser Gebiete vor. So soll die Traminfrastruktur an den Aussenästen der bereits bestehenden entsprechenden Tramlinien verlängert werden. Die Federführung für die einzelnen Ausbauprojekte liegt beim Kanton Basel-Landschaft.

Den zweiten Bericht des Regierungsrates zur Tramnetentwicklung finden Sie hier.

Forum Tramnetzentwicklung vom April 2019

Welche Vorteile bringen die geplanten neuen Tramstrecken ins Klybeck, durch den Claragraben und den Petersgraben? Wie geht es mit der Basler Tramnetzentwicklung weiter?

Im Rahmen des Forums Tramnetzentwicklung hatte die interessierte Bevölkerung Gelegenheit, sich vertieft über den aktuellen Planungsstand und die anstehenden Ausbau-Etappen in Basel-Stadt zu informieren. Das Forum fand am Donnerstag 11. April 2019, von 19:00 bis 21:15 Uhr, in der Aula der Universität Basel statt.

Hier finden Sie das Protokoll und die am Forum präsentierten Unterlagen.