Verkehrsindex

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Seit 2010 berechnet der Kanton Basel-Stadt anhand von Verkehrszählungen die Entwicklung der Verkehrsleistungen im ganzen Kantonsgebiet für die einzelnen Verkehrsmittel.

Autoverkehr

Der Index für den motorisierten Individualverkehr berechnet sich anhand von rund 35 Dauerzählstellen des Kantons Basel-Stadt, des Kantons Basel-Landschaft und des Bundesamts für Strassen. Der Index umfasst die Verkehrsleistung aller Motorfahrzeuge (inkl. Lastwagen, Lieferwagen, Motorrädern), aber ohne Linienbusse, Motorfahrräder und E-Bikes.

Veloverkehr

Der Index für den Veloverkehr wird auf Basis von rund 20 Zählstellen des Kantons Basel-Stadt berechnet. Da der Veloverkehr stark wetterabhängig ist, wurde vom Statistischen Amt des Kantons Basel-Stadt ein Modell entwickelt, welches es zulässt, den Wettereinfluss aus der Verkehrsentwicklung herauszurechnen.

Fussverkehr

Der Index für den Fussverkehr basiert auf rund 18 Zählstellen. Die Daten werden erst seit dem Jahr 2013 erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass es beim Fussgängeraufkommen immer wieder Schwankungen gibt, die je nach Zählstandort unterschiedliche Ursachen haben können. Einen eindeutigen Zusammenhang zum Wetter, wie beim Veloverkehr, kann beim Fussverkehr nicht festgestellt werden.

Öffentlicher Verkehr

Der Index des öffentlichen Verkehrs wird auf Basis der Verkehrsdaten von Tram- und Buslinien der BVB und der BLT und den S-Bahnen, abgegrenzt auf das Gebiet des Kantons Basel-Stadt, berechnet. Der Gesamtindex für den ÖV kann im jeweiligen Jahr erst im Herbst veröffentlicht werden, sobald die Daten für die S-Bahnen vorliegen.

 

Ziele der Verkehrsentwicklung

Das Umweltschutzgesetz (§13b Abs. 1) schreibt vor, dass der Anteil des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs am Gesamtverkehr zunehmen soll. Dieses Ziel wurde in den letzten sechs Jahren erreicht.

Zusätzlich steht im Umweltschutzgesetz (§13 Abs. 2), dass der Autoverkehr ausserhalb der Autobahnen bis 2020 um 10% abnehmen soll. Das heisst, der Index MIV-Stadtstrassennetz muss bis 2020 bei 90% liegen. Die bisherige Entwicklung folgt diesem Reduktionsziel nur verzögert.

 

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