Tramnetzentwicklung Basel

Ansicht Aeschenplatz von Oben

Wirtschaft und Bevölkerung wachsen, der Verkehr nimmt zu. Damit dies die Wohn- und Lebensqualität in Basel nicht beeinträchtigt, soll das Basler Tramnetzt ausgebaut werden.

Deshalb lohnt sich die Tramnetzentwicklung

Der Ausbau des Tramnetzes erschliesst künftige Arbeitsplatzzentren und neue Wohngebiete stadt- und umweltgerecht und bietet Pendlern eine attraktive Alternative zum Auto.

  • Fahrgäste profitieren von einem attraktiven ÖV-Netz mit mehr Direktverbindungen, kürzeren Reisezeiten und somit höherem Reisekomfort.
  • Neue Wohn- und Arbeitsgebiete werden an das ÖV-Netz angeschlossen. Dies sichert die wirtschaftliche Entwicklung und trägt zur hohen Wohn- und Lebensqualität in Basel bei.
  • Die Innenstadt wird dank neuer Linienführungen vom Tramverkehr entlastet.
  • Der Ausbau des Tramnetzes ermöglicht eine umwelt- und stadtgerechte Mobilität. Pendler erhalten attraktive Alternativen zum Auto, was die Strassen entlastet.
  • Die neuen Tramstrecken nutzen dem gesamten Tramnetz (siehe z.B. Tram Claragraben)

Darum braucht es die Tramnetzentwicklung

Das Basler Tramnetz ist seit 80 Jahren beinahe unverändert. Im gleichen Zeitraum ist die Bevölkerung um rund 30'000 Personen gewachsen; die Zahl der Arbeitsplätze gar um 60'000. Dieses Wachstum wird sich auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten fortsetzen. Das Tram spielt eine bedeutende Rolle, um den dadurch zunehmenden Verkehr zu bewältigen. In einem Tram haben deutlich mehr Menschen Platz als in einem Bus. Dies fällt insbesondere dort ins Gewicht, wo es viele Passagiere zu transportieren gilt. Auch andere Städte z.B. Zürich, Genf oder Strasbourg sehen sich vor ähnlichen Herausforderungen und bauen derzeit ihre Tramnetze aus.
Dabei ist die Tramnetzentwicklung Teil einer gesamthaften Mobilitätsplanung, die die Funktionen und Kapazitäten unterschiedlicher Verkehrsträger wie Busse oder S-Bahn berücksichtigt und ihren Einsatz aufeinander abstimmt.

Studienauftrag Tramnetz 2020

Plan Tramnetz 2020
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Tramlinienangebot Tramnetz 2020

Um das Tramnetz in der Region Basel für die Zukunft fit zu machen, haben Basel-Stadt und Basel-Landschaft 2012 eine gemeinsame strategische Planung durchgeführt. Der Studienauftrag Tramnetz 2020 zeigt auf, wie das Tramnetz in der Region Basel in rund fünfzehn Jahren aussehen könnte. Ziel ist ein attraktives, leistungsfähiges und wirtschaftliches Tramnetz als Rückgrat des Stadtverkehrs im Kern der Agglomeration Basel. Die Entwicklung des Tramnetzes erfolgt immer in Abhängigkeit von der Infrastruktur- und der Angebotsplanung (den Tramlinien). Beide müssen aufeinander abgestimmt sein.

Ausbau des Streckennetzes

Die Projektierung und der Bau der neuen Tramstrecken erfolgen nach Abklärung ihrer Zweckmässigkeit und technischen Machbarkeit. Im September 2012 hat der Grosse Rat basierend auf dem Studienauftrag Tramnetz 2020 den Plan über den Ausbau des Tramstreckennetzes im Kanton Basel Stadt genehmigt.

Im Dezember 2015 hat der Grosse Rat ein zweites Mal über die Tramnetzentwicklung von Basel befunden. Dabei hat er den Plan über den Ausbau des Tramstreckennetzes von 2012 bestätigt und in der aktualisierten Form genehmigt. Dieser Plan basiert auf den künftigen Ausbauetappen Tram, die der Regierungsrat im Juli 2015 beschlossen hat.

So geht es weiter

Zurzeit werden für die Tramprojekte Grenzacherstrasse – Schwarzwaldstrasse, Klybeck – Kleinhüningen und Claragraben Vorstudien erarbeitet. Beim Tram 30 sollen im nächsten Planungsschritt die Anbindung an die beiden Bahnhöfe SBB und Badischer Bahnhof sowie die genaue Linienführung auf Grossbasler Seite anhand von Variantenstudien geklärt werden.