Infrastrukturplanung des Bundes

Bund baut und finanziert Infrastrukturen

Gemäss Gesetzgebung zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) ist der Bund für den Bau und die Finanzierung von Bahninfrastrukturen zuständig. Der Ausbau des Bahnnetzes soll mittels des Strategischen Entwicklungsprogramms Bahninfrastruktur (STEP) in 5-jährlichen Ausbauschritten erfolgen.

Gemäss FABI-STEP sind die Kantone für die Angebotsplanungen im regionalen Personenverkehr verantwortlich.

Ausbau der Bahninfrastruktur - für unsere Standortqualität unabdingbar

Für die Nordwestschweiz ist ein attraktives Angebot im Personenverkehr unverzichtbar, um die Zentren und ländlichen Räume der Planungsregion optimal miteinander und mit den Nachbarräumen zu vernetzen. Die Nordwestschweiz ist zudem die zweitwichtigste Wirtschaftsregion der Schweiz und ein bedeutendes Tor im Import-, Export- und Transitverkehr. Wie kaum woanders in der Schweiz prallen die Interessen im Personenfern-, Güter- und Regionalverkehr aufeinander, erst recht, wenn alle drei Verkehre dieselbe Bahninfrastruktur benutzen.Will die Nordwestschweiz auch künftig als Wirtschaftsstandort attraktiv sein, dann muss sie ein kundenfreundliches Bahnangebot mit einer adäquaten Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Stark vernetzt und dicht vertaktet – Bedürfnisse der Planungsregion

Die Planungsregion Nordwestschweiz hat ihre Bedürfnisse zum künftigen Regionalverkehrsangebot Ende 2014 beim Bund eingereicht. Die Eingabe beim Bund umfasst eine Reihe von Angebotselementen, die den Anforderungen an die Kapazitäten und Bedienungsqualitäten im Ausbauschritt 2030/35 von FABI-STEP gerecht werden.

Die Planungsregion Nordwestschweiz besteht vollständig oder teilweise aus den Gebieten der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern (östlich von Biel und Langenthal), Jura und Solothurn.

Botschaft des Bundesrats zum nächsten Ausbauschritt 2035

Der Bundesrat hat am 31. Oktober 2018 seine Botschaft zum nächsten Ausbauschritt der Schweizer Bahninfrastruktur veröffentlicht. Darin legt er ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Bahninfrastruktur im Raum Basel ab: Er beabsichtigt, Engpässe auf den Zulaufstrecken zu beheben und neue Haltestellen im Perimeter des Bahnknotens Basel zu realiseren. Er anerkennt auch die Notwendigkeit für die Durchmesserstrecke "Herzstück", sieht hierfür allerdings lediglich Planungsgelder vor. Die Regierungen beider Basel fordern nun mit Nachdruck, dass National- und Ständerat die Vorlage während der Beratung im Parlament nachbessern und auch die Projektierungskosten fürs Herzstück in die Voralge aufnehmen. Für ein speditives weiteres Vorgehen ist es für die Region zwingend, dass unmittelbar nach Abschluss der noch zu leistenden Planungsarbeiten die Projektierung für das Herzstück in Angriff genommen werden kann.