Parkplatzstrategie

Grossaufnahme eines parkierten Autos in blauer Zone

Zwischen 2011 und 2016 wurde in Basel die von der Regierung und vom Grossen Rat beschlossene Parkraumbewirtschaftung umgesetzt.

Zielsetzung

Ziel ist es, die beschränkte Anzahl an Parkplätzen im öffentlichen Strassenraum so zu bewirtschaften, dass Anwohnende, Besucherinnen und Besucher sowie der Detailhandel und das Gewerbe leichter eine Parkmöglichkeit finden. Zudem soll der Parksuchverkehr zurückgehen. Die zuvor nicht bewirtschafteten weiss markierten Parkplätze wurden grossmehrheitlich in Blaue-Zonen-Parkplätze mit Anwohnerprivilegierung umgewandelt – das heisst, dass Anwohnende gegen eine Gebühr eine Anwohnerparkkarte lösen können, mit der sie in ihrem Postleitzahlkreis kostenlos parkieren dürfen.

Wirkungskontrolle und Schlussfolgerungen

Das Bau- und Verkehrsdepartement hat die Einführung mit einer Wirkungskontrolle begleitet. Aus den Ergebnissen ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:

  • Die Auslastung der Parkplätze hat generell leicht abgenommen – dies gilt insbesondere für die Abendstunden.
  • Die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner hat sich verbessert: Die Zahl der Parkiervorgänge mit Anwohnerparkkarte hat deutlich zugenommen, während der Anteil von Pendlern und Besuchern ebenso deutlich zurückgegangen ist.
  • In der Nacht liegt der Anteil von parkierten Autos mit Anwohnerparkkarte bei 81%. Auch vormittags und abends belegen die Anwohnenden mit 68% bzw. 77% die Mehrheit der Parkplätze.
  • Ende 2016 waren rund 26'500 gültige Anwohnerparkkarten im Umlauf. Dies entspricht 97% der Strassenparkplätze, die während der Nacht für Anwohnende zur Verfügung stehen.
  • Die Parkplatzverfügbarkeit ist in den dicht bebauten Wohnquartieren (Gundeli, St. Johann, Bläsi) nach wie vor mangelhaft. In diesen Quartieren werden auch mehr Anwohnerparkkarten verkauft, als Strassenparkplätze zur Verfügung stehen.
  • Im Normalfall finden Autofahrerinnen und Autofahrer innerhalb von zwei bis fünf Minuten einen Parkplatz. In Einzelfällen kann die Parksuchzeit aber bis zu 15 Minuten dauern.
  • Der Parksuchverkehr ist lokal sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Der Regierungsrat verfolgt das Ziel, die Auslastung der Parkplätze auf 90% bis 95% zu senken, damit Autofahrende jederzeit und überall innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne einen Parkplatz finden können und damit der Parksuchverkehr abnimmt. Dazu überprüft er die Preise der verschiedenen Parkkarten. Zudem möchte der Regierungsrat Fördermöglichkeiten für den Bau von Quartierparkings und damit verbunden gesetzliche Regeln zur Kompensation von neuen Parkplätzen in Quartierparkings prüfen. Diese sollen einen Ausgleich zwischen den Quartieren ermöglichen.